Neuer Leitfaden Klimamanagement - Integration des Klimamanagements in ein bestehendes Energiemanagementsystem nach ISO 50001
Energiemanagementsysteme (EnMS) nach ISO 50001 haben sich seit ihrer Einführung im Jahr 2011 als Instrument zur systematischen Verbesserung der Energieeffizienz, der Reduktion von Energieverbräuchen und der damit verbundenen Kosteneinsparung – insbesondere durch den effizienteren Einsatz von Primärenergieträgern bewährt. Die Reduktion von Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) war dabei oftmals nur ein indirekter, nicht explizit adressierter Effekt.
Vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Anforderungen, sich wandelnder Markt- und Stakeholdererwartungen sowie den direkten Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels auf die Unternehmen selbst wird jedoch deutlich: Dieser auf Energieeinsparung begrenzte Ansatz greift nicht mehr weit genug. Unternehmen sind zunehmend gefordert, über klassische Energieziele hinaus ein systematisches Klimamanagement zu etablieren, das sowohl die Vermeidung von THG-Emissionen als auch die Anpassung an Klimarisiken umfasst. Dies betrifft also nicht nur THG-Emissionen aus dem Energieeinsatz, sondern auch Emissionen aus anderen Quellen inklusive der vor- und nachgelagerten Lieferkette sowie physische und transitorische Klimarisiken.
Mit dem Amendment 1 zu den ISO-Managementsystemnormen (AMD 1) wurde der Klimawandel explizit in die Kontext- und Stakeholderanalyse integriert. Unternehmen mit zertifiziertem EnMS müssen nun systematisch bewerten, ob der Klimawandel ein relevantes Thema für ihre Organisation darstellt, ob Anforderungen durch interessierte Parteien bestehen – und falls ja, geeignete Maßnahmen zur Minderung und Anpassung ableiten. Aktives und ambitioniertes Klimamanagement ist somit keine optionale Erweiterung bestehender Managementsysteme mehr, sondern eine notwendige strategische Weiterentwicklung – für Unternehmen jeder Größe und Branche.
Mit dem neuen Leitfaden Klimamanagement greifen wir die Herausforderungen vieler Unternehmen auf, die vor der Frage stehen, wie genau sie Klimamanagement in ihre Managementsysteme integrieren können, um die strategischen und operativen Herausforderungen des Klimawandels zu managen. Dabei macht eine Vorgehensweise Sinn, die auf vorhandenen Managementsystemstrukturen aufbaut. Vor allem ein EnMS nach ISO 50001 und die dort betrachteten Energiequellen, -verbräuche und -effizienzen stellen eine gute inhaltliche Ausgangsbasis für Klimamanagement dar. Beginnend mit der Erweiterung der Kontextanalyse, der folgenden Prüfung der Stakeholdererwartungen sowie der Anpassung der Chancen- und Risikoanalyse und der abschließenden Integration der Anforderungen des Klimamanagements wird in der neuen Broschüre Schritt für Schritt erläutert, wie Unternehmen ein Klimamanagement in ein bestehendes EnMS integrieren können.
Die im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses entwickelten und umgesetzten Maßnahmen des Klimamanagement liefern somit einen entscheidenden Beitrag, um negative Auswirkungen des Klimawandels auf das Unternehmen zu begrenzen, Chancen aktiv wahrzunehmen und durch Vermeidung von THG-Emissionen der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.
Den Download der Broschüre sowie der Anhänge finden Sie unter dem nachfolgenden Link. Die Broschüre können Sie auch über unseren Broschürenshop kostenfrei als Print-Exemplar bestellen.
Integration des Klimamanagements in ein bestehendes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 | SAENA