Neuer BEE-Energiewenderechner macht die Energiewende vor Ort planbar und sichtbar
Wie gelingt die Energiewende im Landkreis, in der Stadt, in der Region? Der neue BEE-Energiewenderechner, ein gemeinsames Projekt des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e. V. (BEE) und des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE, gibt darauf konkrete Antworten.
Das digitale Werkzeug macht den aktuellen Stand der Energiewende regional sichtbar und ermöglicht es, zukünftige Entwicklungen bis zum Jahr 2045 wissenschaftlich fundiert zu simulieren.
Im Fokus steht die Frage, wie erneuerbare Energien möglichst effizient dort erzeugt werden können, wo der Strom auch genutzt wird. Je besser Erzeugung, Verbrauch und Flexibilitäten regional aufeinander abgestimmt sind, desto weniger unnötige Stromtransporte, Netzengpässe und zusätzlicher Netzausbau werden erforderlich. Nutzer können zentrale Einflussgrößen wie Erzeugung, Verbrauch, Flexibilität und Sektorenkopplung individuell anpassen und so eigene Szenarien entwickeln – von der einzelnen Kommune bis hin zur gesamtdeutschen Ebene.
Der Energiewenderechner richtet sich an Kommunen, Unternehmen, Energieversorger, Netzbetreiber, politische Entscheidungsträger, Forschungseinrichtungen sowie interessierte Bürger und schafft eine einheitliche Datengrundlage für transparente, nachvollziehbare und faktenbasierte Strategien. Auf Landkreisebene bildet er detaillierte Szenarien bis 2045 ab. Die Simulationen basieren auf acht Wetterjahren mit stündlicher Auflösung und einem 6x6 km-Raster mit über 10.000 Rasterpunkten. So lassen sich Windparks, Photovoltaikanlagen, Wasserkraftstandorte und weitere Erzeugungsanlagen realitätsnah abbilden.
Als Datengrundlage dient unter anderem das regelmäßig aktualisierte Marktstammdatenregister. Neue Daten aus den Landkreisen werden zeitnah eingespielt, sodass alle Nutzer mit demselben Informationsstand arbeiten. In der ersten Ausbaustufe bildet der Rechner alle relevanten Stromerzeuger und Stromverbraucher einschließlich Sektorenkopplung ab - ab 2027 ist eine Erweiterung um die vollständige kommunale Wärmeplanung geplant.
Mit dem Energiewenderechner steht erstmals eine Plattform zur Verfügung, die Datengrundlage, Simulationsebene und Kommunikationsebene für die Energiewende vereint. Mehr als 300 Akteure aus Energiewirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und regionaler Praxis haben an der Entwicklung mitgewirkt. Dieser breite Beteiligungsprozess stärkt die Praxistauglichkeit des Tools und unterstreicht seine Bedeutung für die Umsetzung der Energiewende in Deutschland.
Mit diesem Tool wird die Energiewende, insbesondere auf regionaler und kommunaler Ebene, anschaulich, verständlich und konkret planbar.
Zitat Stefan Thieme-Czach, Fachbereichsleiter Energieerzeugung und Energiesysteme in der SAENA: „Mit dem BEE-Energiewenderechner steht Kommunen, Unternehmen und Bürgern erstmals ein Werkzeug zur Verfügung, das die Komplexität der Energiewende auf eine gemeinsame, transparente Datengrundlage stellt. Wer die regionale Energiewende gestalten will, braucht genau diese Mischung aus Fakten, Simulation und Dialog.“
Weitere Informationen und Zugang zum Tool: https://www.bee-ev.de/themen/fachthemen/energiewenderechner
Wer Interesse am vollständigen Zugang zum Energiewenderechner hat, kann sich direkt per E-Mail an: energiewenderechner@bee-ev.de wenden.
Ansprechpartner:
Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH
Stefan Thieme-Czach
Telefon: 0351 4910-3168
E-Mail: stefan.thieme-czach@saena.de
Pressekontakt:
Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH
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