30.07.2026, Dresden

Finanzielle Beteiligung stärkt Akzeptanz von Erneuerbaren Energien

Windturbinenpark

Die Akzeptanz erneuerbarer Energien in Sachsen bleibt hoch. Wie eine aktuelle Umfrage des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) zeigt, stehen 56 Prozent der Sachsen erneuerbaren Energien positiv gegenüber.

Damit liegt die Zustimmung deutlich über der zu fossilen Energieträgern. Gleichzeitig zeigt die Befragung: Die Gruppe der Unentschlossenen ist grundsätzlich offen für den Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere wenn vor Ort konkrete Vorteile entstehen. Dazu zählen beispielsweise finanzielle Beteiligungen für Gemeinden oder günstigere Strompreise. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Pressemitteilung „Energiewende in Sachsen: Zustimmung vorhanden – aber nicht selbstverständlich“ veröffentlicht.

Und eine neue Funktion im Energieportal Sachsen unterstützt Kommunen dabei, die finanziellen Vorteile erneuerbarer Energieanlagen besser einzuschätzen. Unter dem Menüpunkt „Energie in Kommunen“ können Städte und Gemeinden ab sofort einsehen, in welcher Höhe Beteiligungen nach § 6 EEG möglich sind. Diese Informationen helfen kommunalen Vertretern dabei, Vereinbarungen mit Anlagenbetreibern vorzubereiten, bestehende Verträge zu prüfen und die positiven Effekte erneuerbarer Energien gegenüber Bürgerinnen und Bürgern transparent zu kommunizieren.

Für die meisten Kommunen ergeben sich dabei potenzielle Einnahmen zwischen 10.000 und 100.000 Euro pro Jahr. „Trotz des vergleichsweise alten Anlagenbestands in Sachsen ist das ein beachtliches Potenzial“, sagt Sarah Gerlach, Beraterin bei der SAENA. In Einzelfällen können die Beteiligungsbeträge sogar deutlich über 100.000 Euro jährlich liegen.

Die Umfrage des SMWA unterstreicht außerdem die Bedeutung einer frühzeitigen und umfassenden Information der Bevölkerung. So halten es 75 Prozent der Befragten für sehr wichtig, rechtzeitig über geplante Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien in ihrem Wohnumfeld informiert zu werden.

Hier setzt das Projekt BEEKOMM an: Die vier regionalen Ansprechpartner unterstützen Kommunen dabei, geeignete Informations- und Dialogveranstaltungen vor Ort umzusetzen. Ziel ist es, über die Chancen der Energiewende aufzuklären, Fragen zu beantworten und mögliche Sorgen der Bürger frühzeitig aufzunehmen. Die Berater sind in allen vier sächsischen Planungsregionen aktiv und eng mit den regionalen Akteuren vernetzt.

Wie moderne Beteiligungsformate aussehen können, zeigt beispielsweise der Einsatz von Augmented-Reality-Anwendungen. Damit lässt sich anschaulich visualisieren, wie sich geplante Windenergieanlagen in das bestehende Landschaftsbild einfügen würden. Über die Hintergründe des Projekts BEEKOMM und die Mitwirkung der SAENA informierten wir in einer Pressemitteilung im Mai dieses Jahres.


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