Den Fachleuten über die Schulter geschaut

Die thermische Gebäudehülle besteht aus Kellerdecke bzw. Bodenplatte, Außenwänden, Fenstern, Außentüren, dem Dach bzw. der obersten Geschossdecke. Da Aufbau und Lage wesentlich über die Wärmeverluste entscheiden, ist deren Planung von großer Bedeutung.

Die Beachtung nachfolgender Schritte erleichtern das Erreichen einer optimalen thermischen Hülle:

Einbau einer Mineralwolldämmung zwischen den Sparren Einbau einer Mineralwolldämmung zwischen den Sparren
  • Thermische Gebäudehülle festlegen

Zunächst ist zu klären, ob z. B. der Dachraum oder der Keller beheizt wird- oder nur für Abstellzwecke vorgesehen ist.

Das ist notwendig, um das beheizte Raumvolumen genau festzulegen und entsprechende Maßnahmen zur Dämmung planen zu können.

  • Kompakte Bauweise vorziehen

Das energetische Verhalten eines Gebäudes ist umso besser, je kompakter die Gebäudeform ist. Das Verhältnis von wärmeübertragender Umfassungsfläche (A) zu beheizbarem Innenraumvolumen (V) sollte möglichst gering sein – kurz A/V-Verhältnis genannt. Flachbauten sowie viele Vor-und Rücksprünge wirken sich hierbei negativ aus und müssen ausgeglichen werden.

  • Gebäudeausrichtung beachten

Die Wärmeenergiegewinnung durch Sonneneinstrahlung ist durch die verschattungsfreie Ausrichtung der Hauptfassade nach Süden am größten. Aber auch Abweichungen bis +/- 30% erbringen noch genügend Solargewinn. Eine Überhitzung in den Frühjahrs- und Sommermonaten sollte durch bauliche Maßnahmen vermieden werden.

Baubiologisch unbedenkliche Dämmung z.B.: Holzweichfaserplatte, Mineralschaumplatte, Kalziumsilikatplatte und Flachs Baubiologisch unbedenkliche Dämmung
  • Umweltfreundliche Baumateriealien

Bereits bei der Wahl der Baumaterialien sollten Herkunft, Umweltfreundlichkeit und gesundheitliche Verträglichkeit beachtet werden.

Als Naturbaustoffe gelten neben Holz, Ziegel und Naturstein auch Kalk und Lehm.