Initialberatung Effiziente Mobilität

Mobilitätsstation in Dresden Blick in Richtung Pirnaischer Platz - Mobilitätsstation Stadt Dresden

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende und das Erreichen der ausgewiesenen Klimaschutzziele gehören zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Der Verkehrsbereich hat aufgrund seines Anteils an den nationalen CO2-Emissionen hier eine gewichtige Rolle.

Die Elektromobilität sowie das Mobilitätsmanagement bieten einen erfolgsversprechenden Ansatzpunkt, den verkehrsbedingten CO2-Ausstoß und den End-Energieverbrauch zu senken.

Beim anstehenden Umbau des Verkehrssystems können und müssen Kommunen und deren Gesellschaften in ihrer Funktion als Vorreiter, Vorbild und Multiplikator einen wichtigen Beitrag leisten.

Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) unterstützt die SAENA sächsische Kommunen und deren Unternehmen beim Einstieg in eine klimafreundliche, effiziente und zukunftsfähige Mobilität mit dem Fokus auf der Elektromobilität.

Als praktische Hilfestellung wurde die „Initialberatung Effiziente Mobilität“ entwickelt, welche unter einem einheitlichen Rahmen und mit Hilfe externer und qualifizierter Fachberater in Kommunen und deren Gesellschaften durchgeführt wird. Diese verfolgt insbesondere das Ziel, konkrete Ansatzpunkte und Maßnahmen für die Erschließung verkehrsbedingter CO2-Einspar- und Energieeffizienzpotenziale vor Ort herauszuarbeiten und entsprechende Handlungsempfehlungen für deren Umsetzung zu geben.

Feldtest "Initialberatung Effiziente Mobilität" (80%-Förderung)

Inhalt und Ablauf der "Initialberatung Effiziente Mobilität zur Energieeffizienzsteigerung in sächsichen Kommunen" werden zunächst in einem gleichnamigen, vorgelagerten Feldtest in insgesamt 15 sächsischen Kommunen bzw. kommunalen Unternehmen erprobt. Für diesen Feldtest werden interessierte Kommunen und kommunale Unternehmen sowie erfahrene Berater gesucht.

Im Rahmen der sächsischen Förderrichtlinie Klimaschutz - RL Klima/2014 des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft wird die „Initialberatung Effiziente Mobilität zur Energieeffizienzsteigerung in sächsischen Kommunen“ mit einem anteiligen Zuschuss von bis zu 80 Prozent gefördert. Für die Förderung der Maßnahme muss die antragstellende Kommune bzw. das kommunale Unternehmen zwingend einen gelisteten Berater (siehe Bewerbungsaufruf) beauftragen. Das Konzept sieht drei Beratungsmodule in den folgenden Themen vor:

  • Elektrofahrzeuge und Fuhrpark
  • Ladeinfrastruktur
  • Alternative Mobilitätslösungen und Elektromobilität

(Mindest-)Inhalte der Beratungsmodule

Wesentliche Themeninhalte, die unabhängig vom gewählten Modul untersucht und erörtert werden müssen, sind:

  • Status Quo-Betrachtung
  • Potenzialermittlung
  • Wirtschaftlichkeitsüberlegungen
  • Umsetzungsplan*
  • Ökologische Umweltwirkungen

*U.a. über Marktangebot, Anschaffung und Umstellung sowie wirtschaftliche Anreize und Fördermöglichkeiten

 

Darüber hinaus sind folgende Beratungsinhalte mindestens zu erörtern:

Modul 1: Elektrofahrzeuge und Fuhrpark**

  • Fuhrparkanalyse, Fuhrparkzusammensetzung und Fahrzeugcharakteristika
  • Einsatzzwecke, Nutzungsprofile und Fahrtstrecken, Fahrzeugauslastung
  • Betriebsprozesse, wie Fahrzeugbuchung und -disposition
  • Fahrzeugscharfe Elektrifizierungspotenziale durch Szenarien-Betrachtung
  • Fuhrparkoptimierung durch Fahrzeugreduktion (Effizienzbetrachtung)
  • Ladeinfrastrukturbetrachtung mit (systemgestützten) Last- und Lademanagement

**Im Modul 1 ist zwingend eine von der SAENA zur Verfügung gestellte Fuhrparkanalyse-Software anzuwenden.

 

Modul 2: Ladeinfrastruktur***

  • Bedarfanalyse (Art und Umfang, ggf. mit Standortkonzept bzw. -betrachtung)
  • (systemgestütztes) Last- und Lademanagement
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Vorgehensweise beim Aufbau von Ladeinfrastruktur
  • Wartung und Betrieb, Zugangs- und Abrechnungsmodalitäten
  • Einbindung der erneuerbaren Energien, Ökostrom-/Grünstrom-Betrachtung
  • Ggf. Sektorenkopplung

***Der Fokus im Feldtest liegt auf der Errichtung eigener nicht-öffentlicher Ladeinfrastruktur (z.B. in Verbindung mit dem Modul 1).

 

Modul 3: Alternative Mobilitätslösungen und Elektromobilität

  • Betriebliches Mobilitätsmanagement, Mobilitätsverhalten
  • Charakterisierung und Potenzialermittlung alternativer Mobilitätslösungen (Mobilitätsmix mit Verkehrsmittelwahl, Multi- und Intermodalität) 
  • Motivationsinstrumente und Marketingmaßnahmen
  • Organisatorische Regelungen in der Verwaltung/Betriebsstruktur

Bewerbungsaufruf Kommunen

Inhalt und Ablauf der Initialberatung werden zunächst in einem vorgelagerten Feldtest in insgesamt 15 sächsischen Kommunen bzw. kommunalen Unternehmen erprobt.

Ab sofort können Kommunen und kommunale Unternehmen ihre Interessenbekundung zur Teilnahme am Feldtest „Initialberatung Effiziente Mobilität“ bei der SAENA schriftlich per E-Mail oder FAX einreichen. Bitte nutzen Sie hierfür ausschließlich das folgende Formular:

Den vollständigen Projektaufruf zur Interessenbekundung können Sie hier nachlesen:

Die Auswahl geeigneter Teilnehmer erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der formalen Interessenbekundung bei der SAENA (Windhund-Verfahren).

Hinweis: Voraussetzung für eine Förderung der Initialberatung ist, dass die antragstellende Kommune bzw. das kommunale Unternehmen einen gelisteten „Initialberater Effiziente Mobilität“ einbindet.

Bewerbungsaufruf Initialberater Effiziente Mobilität

Interessierte Berater, die an der „Initialberatung Effiziente Mobilität“ teilnehmen möchten, können sich fortlaufend bewerben. Den vollständigen Bewerbungsaufruf für die Listung mit den Teilnahmemodalitäten sowie Informationen zum Beratungsablauf und den Inhalten der Beratungsmodule finden Sie unter den nachstehenden Links:

Hier finden Sie die Liste der "Initialberater Effiziente Mobilität" für den Feldtest.