27.06.2019, Dresden

Richtig Lüften und Verschatten bei Sommerhitze – SAENA berät

Hohe Temperaturen an Sommertagen können für die Menschen zur Belastung werden. Überhitzte Wohnungen und tropische Nächte lassen in dieser Zeit wiederum nur wenig Erholung zu. Der Umsatz von Ventilatoren und Kühlgeräten steigt an heißen Tagen regelmäßig. Dabei lässt sich mit Vorsorge bei der Verschattung und richtigem Lüften auch ohne Klimageräte wirkungsvoll Erleichterung schaffen. Damit werden auch Investitions- und Energiekosten gespart. SAENA erklärt wie und berät kostenfrei unter 0351 4910-3179.

Moderne Fenster sollen die Wärme im Winter einfangen und möglichst nicht entweichen lassen. Wenn wir diesen Effekt jedoch im Sommer zulassen, kann es zur Belastung werden. Besonders für die heute so beliebten großflächigen Glasfassaden ist deshalb ganzjährig das richtige Lüftungs- und Verschattungsprinzip von großer Bedeutung. Bereits im März/ April, wenn die Sonne zunehmend an Kraft gewinnt, wird es besonders in den neuen und gut sanierten Gebäuden erforderlich, tagsüber rechtzeitig zu Verschatten, um bereits im Frühling keine Überhitzung zu erreichen. Denn diese modernen Häuser sind dank ihrer guten Dämmeigenschaften mit Thermoskannen zu vergleichen – sie geben die Wärme nur ungern wieder frei. Warmes bleibt länger warm, aber Kaltes bleibt auch länger kalt! Verschattung ist auf der Außenseite am wirkungsvollsten, denn Wärme, die die Scheiben nicht durchdringt, heizt unsere Möbel, Bücherwände und Sofas und damit die Speichermassen der Wohnungen gar nicht erst unangenehm auf. Sollte eine Außenverschattung nicht möglich sein, helfen vielleicht sogenannte Glasleistenrollos oder Kassettenrollos mit einer Reflexionsbeschichtung. Durch ihre Bauart zwischen Fensterrahmen bzw. Fensternische und Scheibe bilden sie einen abgeschlossenen Raum und mindern gegenüber Vorhängen oder lose hängenden Jalousien ein Eindringen der Wärme in den Raum. Vor allem kann durch solche Rollos die Sonnenstrahlung die Fußböden und Möbel nicht direkt erreichen und damit erwärmen. Wenn ein gutes Verschattungssystem mit regelmäßiger Querlüftung in den Nacht- bzw. Frühstunden verbunden wird, lassen sich die angenehmen Temperaturen besser bewahren. Grundsatz ist: Lüften solange es außen kälter ist als innen. Danach sollten die Fenster geschlossen bleiben und maximal 5 Minuten für die Abfuhr verbrauchter Luft geöffnet werden. Ist die Außenluft sehr feucht, sollte ebenfalls nur kurz gelüftet, sonst besteht die Gefahr von Kondensationen an kühlen Wänden. Noch optimaler sind die guten alten Fensterläden, dahinter lässt sich das Fenster sogar in der ganzen Nacht komplett öffnen.

Es gibt Anwendungsfälle, bei denen Klimageräte aus gesundheitlichen Gründen oder zum Schutz von Geräten notwendig sind, jedoch auch hier sollte zum Minimieren der Energiekosten die Verschattung nicht vergessen werden. Klimageräte geben Abwärme ab, dadurch kommt es zu zusätzlicher Erwärmung der Umgebung. Je weniger zu kühlen ist, desto weniger Abwärme entsteht.

Wenn Sie Fragen zum Thema Energie haben - die Architekten und Ingenieure der Sächsischen Energieagentur beraten Sie gern individuell, kostenfrei und unabhängig über das Beratertelefon: 0351 4910-3179. Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Kompetenz- und Beratungszentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung und Energieeffizienz. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank – Förderbank –.

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