Energiemanagement in Kirchgemeinden

Kirchgemeinden als Teil der Gesellschaft übernehmen Verantwortung für den Klimaschutz. Hierfür sind eine energiesparende Bauweise der Gebäude und der Einsatz zukunftsfähiger und energiesparender Techniken unverzichtbar. Der bewusste tägliche Umgang mit Strom, Wärme und Wasser ist notwendig und betrifft jeden einzelnen. Dazu müssen die Verantwortlichen in Kirchengemeinden immer wieder das Bewusstsein schärfen und motivierende Impulse setzen, Informationen verfügbar machen und Beratungsmöglichkeiten nutzen.

Neubau Propstei St. Trinitatis Leipzig Ansicht des Neubaus der Propstei St. Trinitatis Leipzig von der Kreuzung Roßplatz/Wilhelm-Leuschner-Straße

Knapp 50 Gäste kamen dieses Jahr am 25. November 2017 zum Praxistag "Umwelt- und Energiemanagement in sächsischen Kirchgemeinden" im Neubau der Propsteikirchgemeinde St. Trinitatis zusammen. Nach einleitenden Worten wurde der Blick schnell auf relevante Bereiche für die interessierten Teilnehmer aus dem kirchlichen Umfeld gerichtet. In Fachvorträgen wurde u. a. zu den Themen Beheizung von Gemeindehäusern und den Einsatzmöglichkeiten von Photovoltaik und Solarthermie informiert. Neben grundlegenden Informationen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten wurden auch Beispiele aus der Praxis vorgestellt.

Am Nachmittag rundete die Vorstellung des Nachhaltigkeitskonzeptes der Propsteikirche St. Trinitatis die Veranstaltung ab. Dabei stellte Propst Gregor Giele einige Informationen zum Bau sowie der Energieversorgungen des Kirchgebäudes vor. Bei einer anschließenden Führung konnten sich die Gäste selbst einen Eindruck des gelungenen Konzeptes machen.

Einführung eines Energiemanagements
Mit der Einführung eines Energiemanagements in Kirchgemeinden kann der Energieverbrauch und damit sowohl die Betriebskosten als auch die CO2-Emissionen reduziert werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf gering-investiven und kurzfristig umsetzbaren Einsparmaßnahmen. Ansatzpunkte liegen in der Minderung der Energieverbräuche im Gebäude, in einer effizienten Anlagentechnik sowie im Einsatz erneuerbarer Energien für Strom und Wärme.

Der Flyer „Energiemanagement in sächsischen Kirchgemeinden“  erläutert den Einführungs- und Aufbauprozess und gibt praktische Hilfestellungen. Ebenfalls lesenswert eine Broschüre des Umweltbundesamtes (UBA) zu möglichen Kooperationspartnern für Kirchen beim Thema Umweltschutz.

Erster Schritt zum Energiemanagement - Die Initialberatung

Eine Initialberatung durch erfahrene, unabhängige Energieberater soll den Einstieg in die Themen Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien erleichtern. Sie soll der Aufdeckung von Schwachstellen dienen und Hinweise auf vorhandenes Einsparpotential geben. Ein weiterführender Schritt kann die Durchführung von Initialmessungen sein.


Pilotprojekte aus sächsischen Kirchgemeinden

2009 startete ein Pilotprojekt zur Initialberatung in Kirchgemeinden, an dem sich 22 Gemeinden im Freistaat Sachsen beteiligten. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und eine Übersicht über die empfohlenen Maßnahmen und das Energieeinsparpotenzial der einzelnen Kirchgemeinden sind als PDF hinterlegt.