Energiemanagement in Kirchgemeinden

Kirchgemeinden als Teil der Gesellschaft übernehmen Verantwortung für den Klimaschutz. Hierfür sind eine energiesparende Bauweise der Gebäude und der Einsatz zukunftsfähiger und energiesparender Techniken unverzichtbar. Der bewusste tägliche Umgang mit Strom, Wärme und Wasser ist notwendig und betrifft jeden einzelnen. Dazu müssen die Verantwortlichen in Kirchengemeinden immer wieder das Bewusstsein schärfen und motivierende Impulse setzen, Informationen verfügbar machen und Beratungsmöglichkeiten nutzen.

Kirchgemeinde Bautzen-Gesundbrunnen, Gemeindehaus mit Glockenturm Ansicht des Gemeindehauses mit Glockenturm

In diesem Jahr fand der Praxistag "Umwelt- und Energiemanagement in sächsischen Kirchgemeinden" am 9. November im ostsächsischen Bautzen statt. Gastgeber war die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Bautzen-Gesundbrunnen.

Wegweisende Grundsatzthesen zum Klimaschutz standen am Beginn unserer Veranstaltung und betonten die Aktualität und Dringlichkeit des Themas. Dem folgten ganz praxisorientierte handfeste Ansätze, wie Umwelt- bzw. Energiemanagement von sächsischen Kirchgemeinden gelebt werden. Ein besonderes Highlight war die Zusammenfassung aller Beiträge durch ein Graphic Recording.

Nach der Mittagspause gab es Gelegenheit Details über die kürzlich durchgeführte Initialberatung zur Energieeffizienz der gastgebenden Kirchgemeinde kennenzulernen und weitere interessante Gebäude in der Stadt Bautzen, wie das energetisch-sanierte Kulturzentrum Steinhaus sowie den Dom St. Petri, zu besuchen. 

Einführung eines Energiemanagements
Mit der Einführung eines Energiemanagements in Kirchgemeinden kann der Energieverbrauch und damit sowohl die Betriebskosten als auch die CO2-Emissionen reduziert werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf gering-investiven und kurzfristig umsetzbaren Einsparmaßnahmen. Ansatzpunkte liegen in der Minderung der Energieverbräuche im Gebäude, in einer effizienten Anlagentechnik sowie im Einsatz erneuerbarer Energien für Strom und Wärme.

Der Flyer „Energiemanagement in sächsischen Kirchgemeinden“  erläutert den Einführungs- und Aufbauprozess und gibt praktische Hilfestellungen. Ebenfalls lesenswert eine Broschüre des Umweltbundesamtes (UBA) zu möglichen Kooperationspartnern für Kirchen beim Thema Umweltschutz.

Erster Schritt zum Energiemanagement - Die Initialberatung

Eine Initialberatung durch erfahrene, unabhängige Energieberater soll den Einstieg in die Themen Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien erleichtern. Sie soll der Aufdeckung von Schwachstellen dienen und Hinweise auf vorhandenes Einsparpotential geben. Ein weiterführender Schritt kann die Durchführung von Initialmessungen sein.


Pilotprojekte aus sächsischen Kirchgemeinden

2009 startete ein Pilotprojekt zur Initialberatung in Kirchgemeinden, an dem sich 22 Gemeinden im Freistaat Sachsen beteiligten. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und eine Übersicht über die empfohlenen Maßnahmen und das Energieeinsparpotenzial der einzelnen Kirchgemeinden sind als PDF hinterlegt.