Eine praktische Handlungshilfe für Unternehmen in Sachsen

Verbrauch kontrollieren

  • Der erste Schritt auf dem Weg zu geringeren Energiekosten ist seinen Energieverbrauch zu kennen. Wissen über den Gesamtverbrauch, die Energiekosten, den Anteil der Energiekosten an den Gesamtkosten des Unternehmens ist essenziell.
  • Durch Messungen an einzelnen Verbrauchern kann herausgefunden werden, welche Maschinen oder Geräte welchen Energieverbrauch haben. Damit wird der Energiefluss durch das Unternehmen klar.
  • Energiecontrolling geht über die bloße Kontrolle des Energieverbrauchs hinaus, indem kontinuierlich die Verbrauchsdaten mitgeschrieben und überwacht werden (oft automatisch und softwaregestützt).

Kennzahlen bilden

  • Energiekennzahlen sind wichtiger Bestandteil des Energie-, Umwelt- und Kostenmanagements. Zunehmend finden sie auch in der Produktionsplanung und -steuerung Anwendung.
  • Energiekennzahlen liefern Informationen für Kostenkalkulation und Controlling, die Bewertung von Investitionsentscheidungen, kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen im Rahmen von Managementsystemen und erleichtern die Aufdeckung von Potenzialen.
  • Kann Energie aufgrund von Produktionssteigerungen nicht eingespart werden, sollte der unvermeidliche Mehrverbrauch immer mit einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz und Produktivität einhergehen.
  • Hilfe zum Bilden und Verwenden von Energiekennzahlen im Unternehmensbereich bietet die Studie "Kennzahlen für Betriebsvergleiche", welche im Jahr 2011 von der SAENA in Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz ausgearbeitet wurde.

Verbesserung der Energieeffizienz durch Energiemanagement

Planen, Ausführen, Kontrollieren, Verbessern

Das Energiemanagement hilft Energiekosten langfristig zu senken, indem die Energieeffizienz des Unternehmens gesteigert wird.  In der DIN EN ISO 50001 sind die Anforderungen und Standards für die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung eines Unternehmens beschrieben. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen stellen Umstrukturierungsmaßnahmen im laufenden Betrieb eine Herausforderung dar, da oft finanzielle, zeitliche und personelle Kapazitäten fehlen. Die Energienutzung zu verbessern ist jedoch essenziell, um wettbewerbsfähig produzieren zu können. Für Unternehmen, welche die Verbesserung der Energieeffizienz im Unternehmen auch ohne Zertifizierung erreichen wollen, finden in der Handreichung praxisnahe Tipps. Darin werden die Mindestanforderungen beschrieben, die zur Erreichung effizienzsteigernder Maßnahmen erforderlich sind. Es wird Schritt für Schritt dargestellt, wie die technischen und organisatorischen Änderungen bestmöglich in die eigenen Betriebsstrukturen kleiner und mittlerer Unternehmen implementiert werden können. Der Handreichung liegen außerdem mehrere hilfreiche Anlagen wie Excel-Tools oder Formblätter zur freien Verfügung bei.

  • IMS-Logo
    Viele Unternehmen haben bereits bestehende Managementstrukturen mit dem Fokus auf Qualität und Umwelt. Das Projekt "Integrierte Managementsysteme" soll Unternehmen anhand eines Handlungsleitfadens Möglichkeiten aufzeigen, diese Strukturen für die Einführung eines alternativen Energiemanagementsystems zu nutzen.