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Sachsen ist im Rahmen des europäischen Projektes "Solare Prozesswärme -
SO-PRO" eine von sechs Regionen, die miteinander kooperieren, um die Nutzung solarer Prozesswärme zu fördern. Solare Prozesswärme meint die Nutzung von thermischer Sonnenenergie zur Erzeugung von Wärme oder Kälte für Prozesse in Gewerbe- und Industriebetrieben. 

Ziel ist es, die Entwicklung eines Marktes für solarthermische Prozesswärme in den sechs europäischen Regionen auszulösen und durch die europaweite Verbreitung der Projektergebnisse ähnliche Prozesse in anderen Teilen Europas zu initiieren. Dazu werden Pilotprojekte in die Wege geleitet und unterstützt, neue Serviceangebote für ein Solar-Contracting entwickelt und Informations- und Weiterbildungsangebote bereitgestellt.

Das Projekt richtet sich an industrielle Unternehmen mit Niedertemperaturwärmebedarf für Prozesswärme oder Bedarf an Prozesskälte, an Unternehmen der Solarbranche, Installateure, Planer und Herstellern solarthermischer Anlagen sowie an Interessensvertreter und Multiplikatoren.

Projektpartner

Die Projektpartner sind sechs europäische Regionen und die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung als wissenschaftlicher Partner. Die europäische Koordination liegt beim O.Ö. Energiesparverband (Oberösterreich). Die Koordination in Sachsen liegt bei der Sächsischen Energieagentur - SAENA GmbH.

In Sachsen wird das Projekt SO-PRO von mehreren regionalen Kooperationspartnern unterstützt. Diese Zusammenarbeit verbindet spezifisches Know-how aus den Bereichen Solarthermie und Industrie & Gewerbe.

Projektlaufzeit und Arbeitsprogramm

Das Projekt "Solare Prozesswärme" ist am 1. Juni 2009 gestartet und hat eine Laufzeit von 28 Monaten.

Im Rahmen einer Analyse wurde in jeder Partnerregion eine Bestandsaufnahme potentieller zielgruppenspezifischer Unternehmen erarbeitet, ein Energiescreening in 15 Unternehmen und weitere Analysen der technischen und ökonomischen Bedingungen durchgeführt. Aus ökonomischen und technischen Gründen liegt der Schwerpunkt des Projektes auf Prozessen mit einem Temperaturniveau unter 100°C. Zudem verfolgt das Projekt einen sektorenübergreifenden Ansatz, denn viele der Anwendungsmöglichkeiten für solare Prozesswärme treten bei einer großen Zahl von Firmen aus Industrie und Gewerbe in verschiedenen Branchen auf.

Das Energiescreening ist eine Kurzanalyse hinsichtlich der technischen und ökonomischen Möglichkeiten der solarthermischen Prozesswärmebereitung. Analysiert wurden beispielsweise der Energiefluss mit dem Schwerpunkt Niedertemperaturwärme, die technischen Möglichkeiten zur Integration solarthermischer Prozesswärme und die Wirtschaftlichkeit. 

Im Rahmen des Projektes können zwei Pilotprojekte in Sachsen, die den Einsatz solarthermischer Anlagen für die Prozesswärmebereitung modellhaft demonstrieren, begleitet werden. 

Mit den gewonnenen Erkenntnissen der Analyse wurden Anwendungsbereiche herausgestellt, die für eine solare Prozesswärmebereitung am vielversprechensten sind. Entscheidungsträger bekommen in der Form einer Checkliste ein Instrument zur Hand, mit dem Sie in Eigenregie prüfen können, ob für ihr Unternehmen ebenfalls eine solare Prozesswärmebereitung in Frage kommt. Zudem wurde eine Planungshilfe für die vielversprechensten Anwendungen erarbeitet. Die Ergebnisse des Projektes werden darüber hinaus im Rahmen verschiedener Veranstaltungen diskutiert und vorgestellt.

Um die ökonomischen Bedingungen zum Einsatz industrieller Solaranlagen zu fördern, werden im Rahmen des Projektes auch die Potentiale und Bedürfnisse eines Solar-Contracting-Marktes untersucht und eine Roadmap für neue Serviceangebote erarbeitet. Beim Solar-Contracting finanziert ein Dienstleister (Contractor) die Solaranlage und das Unternehmen zahlt die bisherige Energierechnung an den Contractor, der damit die Investition refinanziert.

Ansprechpartner

Martin Reiner
Bereich Energieeffizienz - Unternehmen
Tel.: +49 (0) 351 / 4910 - 3167
E-Mail: martin.reiner@saena.de


Das Projekt wird unterstützt von:


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FAQs Solares ContractingAls Contracting wird eine vereinbarte Dienstleistung zwischen einem Gebäudeeigentümer und einem Energiedienstleistungsunternehmen bezeichnet. 

Antworten auf häufige Fragen zum solaren ContractingAls Contracting wird eine vereinbarte Dienstleistung zwischen einem Gebäudeeigentümer und einem Energiedienstleistungsunternehmen bezeichnet.  finden Sie in den