Initialberatung - EU-Projekt IEC-SME
IEC-SME-Implementierung 2010 in Sachsen
Die im Rahmen des europäischen Projekts IEC-SME ("improving energy competency in small and medium enterprises") erzielten Ergebnisse sollen in Sachsen weitergenutzt werden. Dazu wurden vom Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft 3 Bildungsträger beauftragt, Energieberater zu Sächsischen Initialberatern weiterzubilden.
Die Berater werden im Umgang mit der vorhandenen Datenbank geschult. Sie sind dann in der Lage eine sachsenweit standardisierte Initialberatung durchzuführen. Somit wird neben dem Sächsischen Gewerbeenergiepass als standardisierte Detailberatung auch ein Qualitätsstandard für eine einheitliche Initialberatung für Industrie und Gewerbe in Sachsen implementiert.
Ab Herbst 2010 werden die ersten Weiterbildungen zum Sächsischen Initialberater laufen.
Projekt IEC-SME
Das Projekt hat länderübergreifend die Erhöhung der Energieeffizienz- Kompetenz in kleinen und mittelständischen Unternehmen verfolgt.
Sächsische Unternehmen sollten für die Thematik Energieeffizienz stärker sensibilisiert werden. Hierzu gehörte das Erkennen der Einsatzmöglichkeiten für Wärmerückgewinnung und erneuerbare Energiequellen ebenso wie die Analyse aller relevanten Unternehmensbereiche bzw. -prozesse, um Einsparpotentiale aufzudecken.
Das Projekt IEC-SME zielte vor allem auf die Ebene der Initialberatung ab, die in Unternehmen ein sinnvoller Einstieg zur Auseinandersetzung mit Einsparpotentialen ist. Energiekompetenz wird bereits in einem ersten Schritt durch eine Unternehmensanalyse vermittelt. Sie ermöglicht weitere Schritte einer detaillierten Beratung, nachdem die energierelevanten Bereiche ermittelt worden sind.
Die Energieeinsparpotenziale im gewerblichen Bereich zu nutzen und alterna- tiven Energiequellen in Unternehmen Chancen zu geben, ist für das Erreichen der europäischen und nationalen Klimaschutzziele von hoher Bedeutung.
Die 21 Projektteilnehmer aus 6 EU-Ländern brachten unterschiedliche Erfahrungen aus dem Bereich der gewerblichen Energieeffizienz ein. In Sachsen wurden die Aktivitäten mit bereits laufenden aktuellen Projekten wie dem Sächsischen Gewerbeenergiepass koordiniert. Das entsprechende Know How war in Sachsen bereits in vielen Teilbereichen vorhanden.
Ein weiteres zentrales Element im Projekt IEC-SME war der Aufbau eines europäischen Energie-Benchmarking-Systems: durch einen Vergleich mit anderen Unternehmen sollten klein- und mittelständische Unternehmen ihre Stärken oder Schwächen bezüglich der Energieeffizienz und mögliche Verbesserungsmaßnahmen erkennen.
Ziel des zum 30. Juni 2009 abgeschlossenen Projektes war es, eine Standardprozedur für die Initialberatung aufzustellen, die EU-weit anwendbar und sowohl praxistauglich, nachhaltig als auch effizient ist.
Hierzu wurde an der TU Chemnitz eine mehrsprachige Datenbank eingerichtet und Software entwickelt, über welche Datenerfassungen und Auswertungen der Firmenergebnisse erfolgten. Nach der EU-weiten Durchführung der Datenerhebung in klein- und mittelständischen Unternehmen der Partnerregionen liegen nun branchenspezifische Benchmarkergebnisse zu Energieverbrauch und Energiekompetenz vor.

