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Die sächsische Modellregion Elektromobilität

Die Modellregion Sachsen mit den Schwerpunkten Dresden und Leipzig wird im Rahmen des Bundesprogramms "Elektromobilität in Modellregionen" gefördert. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) stellt für bundesweit acht Modellregionen rund 130 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II des Bundes zur Verfügung. Koordiniert wird das Programm von der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Neben Sachsen gibt es das Projekt in Berlin/Potsdam, Bremen/Oldenburg, Hamburg, München, Rhein-Main, Rhein-Ruhr (mit Schwerpunkt Aachen) und Stuttgart.

Die Modellregion Sachsen bündelt insbesondere ein starkes Netzwerk von innovativen kleinen und mittelständischen Unternehmen mit Erfahrungen im Bereich der Elektromobilität. Wesentliche Partner sind außerdem die regionalen Energieversorger, die Verkehrsbetriebe sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Für gemeinsame Entwicklungsprojekte und Mobilitätskonzepte von Herstellern, Nutzern und Infrastrukturbetreibern sowie lokalen Akteueren fließen über 9 Millionen Euro nach Sachsen. In der sächsischen Modellregion bilden der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), die Entwicklung der Batterietechnologie sowie der Einsatz von Elektrofahrzeugen in Flotten und der Ladeinfrastrukturaufbau die Schwerpunkte der Aktivitäten.

Projekte in der sächsischen Modellregion:

Deutschland als Leitmarkt für Elektromobilität  

Im Zuge der politischen Diskussion um den Klimaschutz und die Reduktion des CO2-Ausstoßes hat die Bundesregierung 2009 im Rahmen des Konjunkturpakes II den Schwerpunkt Elektromobilität in ihr Programm aufgenommen und in einem Nationalen Entwicklungsplan (NEP) präzisiert. Ziel ist es, die Forschung und Entwicklung, die Marktvorbereitung sowie die Markteinführung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen voranzubringen. Bis zum Jahr 2020 sollen bereits eine Million am Stromnetz aufladbare Elektroautos und so genannte Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein.

Am 1. Januar 2011 waren über 42 Millionen PKW in Deutschland zugelassen, davon jedoch nur ca. 2.300 PKW mit Elektroantrieb und ca. 37.000 mit Hybridantrieb. Für eine signifikante Marktdurchdringung sind somit noch große Anstrengungen erforderlich. Um die Zielstellungen zu erreichen, wird die Bundesregierung die Kräfte von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik weiter bündeln und einen Katalog von Maßnahmen ergreifen, der von der Förderung der Batterieforschung bis hin zu Anreizen für die Markteinführung reicht. Damit soll Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität werden. Das stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und fördert zugleich den Klimaschutz.  

SAENA als regionale Projektleitstelle

Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH koordiniert seit 2009 die Modellregion Elektromobilität Sachsen. Als regionale Projektleistelle ist die SAENA zentraler Anlaufpunkt für alle Angelegenheiten im Bereich Elektromobilität innerhalb der sächsischen Modellregion. In ihren Tätigkeiten steht die Projektleistelle in engem Dialog mit der nationalen Programmkoordination NOW, den anderen Modellregionen und den regionalen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Warum Elektromobilität?

Eine Strategie zur langfristigen Minderung des CO2-Ausstoßes und lokaler Emissionen sowie zur Reduzierung der Abhängigkeit von Erdölimporten ist der flächendeckende Einsatz elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Elektroautos mit Batterie oder Brennstoffzelle gehört die Zukunft. Sie werden vor allem im Stadtverkehr bald zum Alltag gehören. Denn durch Elektromobilität wird die Belastung von Innenstädten und Ballungsräumen mit Schadstoffen, Feinstaub und Lärm verringert und dadurch die Lebensqualität der Menschen gesteigert. Außerdem ermöglichen rein elektrisch angetrieben Fahrzeuge in Verbindung mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen eine moderne, klimaverträgliche und Ressourcen schonende Mobilität. Beide Zukunftstechnologien gehören zusammen, zumal die Batterien geparkter Elektrofahrzeuge perspektivisch in das Stromnetz eingebunden werden können und so als Speicher für die schwankenden Energieeinträge aus Windkraftanlagen und Solarkraftwerken dienen.

Die Potentiale der Elektromobilität lassen sich nur bei einer beschleunigten Markteinführung voll ausschöpfen. Im Vordergrund stehen dabei neuartige Kooperationen, beispielsweise von Automobilherstellern und Energieversorgern, die Entwicklung gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie neuer technischer Standards bei Fahrzeugen und Ladestationen, eine zukunftsweisende Raum- und Stadtplanung sowie die Erprobung neuer Geschäftsmodelle.

Ansprechpartner

Cathleen Klötzing
Bereich Energieeffizienz - Mobilität
Telefon: 0351 - 4910 3166
E-Mail: cathleen.kloetzing@saena.de 

Informationen zur Modellregion Sachsen

Hiroshi Taguchi, Geschäftsführer von MITSUBISHI MOTORS Deutschland GmbH und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich - zum Aktionstag am 11. August 2009. Mehr dazu - einfach auf das Bild klicken.