Den Stromfressern zum Jahresanfang auf der Spur
Warum Strommessgeräte zum Haushalt gehören sollten!
Dresden, 12. Januar 2012. Gerade zum Jahresanfang wird es einem bewusst: die jährliche Stromverbrauchsablesung steht an und bald darauf erscheint die Jahresabrechnung. Damit diese nicht zur bösen Überraschung wird, rät die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH zur Anschaffung eines Strommessgerätes. Denn ohne detaillierte Informationen über den Stromverbrauch einzelner Verbraucher ist es sehr schwer, Einsparmaßnahmen umzusetzen und deren Wirksamkeit zu kontrollieren.
„Strommessegräte helfen, den Stromfressern im Haushalt auf die Spur zu kommen. Zwischen Steckdose und Gerät einfach angebracht, zeigen sie den Stromverbrauch und die entstehenden Kosten an." so Christian Micksch, Geschäftsführer der SAENA. Bei einer Vielzahl an elektrischen Geräten im Haushalt, kommen jährlich rund 100 Watt allein durch Leerlaufverluste zusammen. Das sind bei einem Strompreis von 24 Cent pro Kilowattstunde bis zu 210 Euro im Jahr.
Ob im Betrieb oder im Leerlauf, gerade ältere Haushaltsgeräte verbrauchen oft mehr Strom als nötig. Unterschieden wird bei Leerlaufverlusten zwischen Stand-by, in welchem das Gerät zwar nicht die eigentliche Funktion erfüllt, aber ständig in Bereitschaft bleibt, und dem Schein-Aus. In diesem Zustand ist das Gerät scheinbar inaktiv, benötigt aber dennoch unbemerkt Strom. Überall, wo Lämpchen leuchten, sind Geräte im Stand-by, z.B. die Stereoanlage, der Fernseher oder Radiowecker. Schein-Aus kann beispielsweise bei einer Halogenschreibtischlampe auftreten, wenn der Trafo auch im ausgeschalteten Zustand am Netz verbleibt und somit Strom verbraucht.
Bei einem Strompreis von 24 Cent pro Kilowattstunde kostet Sie eine Leistungsaufnahme von 1 Watt im Dauerbetrieb pro Jahr schon 2,10 Euro. Das erscheint nur auf den ersten Blick wenig. Ältere Fernseher verbrauchen im Stand-by ca. 6 Watt, das kostet im Jahr bei täglich 2 stündiger Nutzung allein rund 12 Euro. Bei älteren HiFi-Anlagen mit 10 Watt Stand-by kostet der Bereitschaftsmodus allein schon rund 19 Euro, der WLAN-DSL-Router mit 12 Watt im Stand-by rund 23 Euro.
Um die genauen Leerlaufverluste zu Hause aufzuspüren, ist der Einsatz von Strommessgeräten empfehlenswert. Diese können bei der Verbraucherzentrale oder den Stadtwerken kostenlos ausgeliehen werden, wobei aber auch eine direkte Anschaffung lohnt. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Strommesser auch niedrige Leistungen von ein bis vier Watt zuverlässig erfassen können, um die Leerlaufverluste von Geräten zu entlarven. Der Strompreis wird dann einfach in das Gerät einprogrammiert. So lassen sich nicht nur der Verbrauch, sondern auch die Kosten ermitteln. Viele Geräte können zudem Hochrechnungen für einen Monat oder ein Jahr vornehmen. So können auch die Stromkosten älterer Geräte im Betrieb ermittelt werden, woraus sich die Einsparung beim Kauf eines neuen Gerätes errechnen lässt.
Strommessgeräte, die zwischen Wirk- und Blindleistung unterscheiden können sind zwar teurer, liefern aber bei Verbrauchern mit Motoren oder Leistungselektronik genauere Werte über die tatsächlichen Kosten. Mehr zum Stromverbrauch im Haushalt ist unter www.sachsen-spart-energie.de zu finden.
Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Kompetenz- und Beratungszentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung und Energieeffizienz. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank - Förderbank -.
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